Comedy-Kabarett ist die dominante Spielart auf den deutschen Kabarett-Bühnen der vergangenen Jahre. Das Format kombiniert das Tempo und die Punchline-Struktur der angloamerikanischen Stand-Up-Tradition mit den thematischen Schwerpunkten des klassischen deutschen Kabaretts: Politik, Alltagsbeobachtung, Generationen-Themen, Beziehungen, Arbeitswelt.
Anders als beim klassischen politischen Kabarett steht bei Comedy-Kabarett-Programmen der Show-Aspekt deutlich stärker im Vordergrund — Lichtwechsel, Soundeffekte, manchmal kurze musikalische Einlagen. Die Bühnenbilder sind reduziert, die Dramaturgie klar: Set-Up, Pointe, Übergang. Die Programme sind in der Regel als 90-Minuten-Solo angelegt, abendfüllend ohne Pause oder mit einer kurzen Unterbrechung.
Die Übergänge zu Stand-Up-Comedy einerseits und zum klassischen Kabarett andererseits sind fließend. Die Selbstbeschreibung der Veranstalter entscheidet über die Zuordnung: Wer Programme aus beiden Lagern sucht, sollte parallel auch im Genre „Kabarett" stöbern.